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Unser Ziel

Die bestmögliche Versorgung junger Patienten

Einführung

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Auch zwischen den verschiedenen Altersklassen bestehen Unterschiede. Unser Ziel ist es, betroffene Kinder und Jugendliche auf höchstem Niveau und nach modernen Konzepten der evidenzbasierten Medizin in einem kindgerechten Umfeld individuell zu behandeln. Zahlenmäßig stehen bei uns neurologische Diagnosen im Mittelpunkt, diese benötigen besonders ausgerichtete operative Therapien. Die demographische Entwicklung führt dazu, dass Kinder in einer großen Klinik einer Überzahl von zunehmend älteren Erwachsenen gegenüberstehen. Deshalb benötigen Kinder in einer Gesamtklinik besonderen Platz und Raum und große Aufmerksamkeit gemäß den modernen Richtlinien kindgerechter Behandlung und Betreuung.

Stationäre Versorgung

Die stationäre Versorgung der Kinder und Jugendlichen mit neurochirurgischen Erkrankungen erfolgt interdisziplinär in der Kinderklinik auf den Stationen der Neuropädiatrie (Station 3031), der Kinderonkologie (Station 4031) oder auf der interdisziplinären kinderoperativen Station 2023. Auf den Stationen betreuen mehr als zehn Fachärztinnen und Fachärzte die jungen Patienten in einer Kind-, Jugend-, und Elterngerechten Umgebung. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kinderärzten sowie dem Pflegepersonal der Kinderklinik können wir eine bestmögliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen gewährleisten. Die Organisation der Aufnahme und des Aufenthaltes wird durch Case Manager vorgenommen.

Die häufigsten neurochirurgisch behandlungsbedürftigen Krankheitsbilder sind Hydrozephalus („Wasserkopf"), eine vorzeitige Schließung der Schädelnähte bei Säuglingen (prämature Kraniosynostosen), Tumore und Fehlbildungen des gesamten Nervensystems und unterschiedliche Formen der Spina bifida.

Erkrankungsursachen

Die Ursachen der einzelnen kinderneurochirurgischen Erkrankungen sind sehr vielfältig. Erkrankungen aus dem Bereich Spina bifida oder der frühzeitigen Schädelnahtverschlüsse sind angeboren und lassen sich teilweise auf genetische Störungen zurückführen. Ein Hydrozephalus tritt häufig in Zusammenhang mit einer Blutung bei Frühgeburtlichkeit, Infektionen des Gehirns und bei Hirntumoren auf. Die Ursache von Hirn- und Rückenmarkstumoren im Kindesalter ist noch nicht vollständig aufgeklärt.

Therapiemöglichkeiten

Für jedes dieser Krankheitsbilder bieten wir sehr erfolgreiche operative Therapien an. Bei der Spina bifida occulta und aperta ist das Ziel die Gewährleistung eines ungestörten Wachstums der Kinder. Die Therapie des Hydrozephalus ist vielfältig und besteht in der Anwendung von hochspezialisierten endoskopischen Verfahren (minimal invasiv, Laser-Verfahren) oder in der Verwendung von modernen Schwerkraft adaptierten Shuntsystemen.

Bei Hirntumoren, die bereits im Kindesalter auftreten, haben operative Therapien, die durch adjuvante Chemotherapien ergänzt werden, in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Fortschritt erfahren. Dem zu Grunde liegen die seit vielen Jahren bestehenden interdisziplinären Behandlungspfade (Tumorboards) und die Erfahrungen, die seit den 80er Jahren aus vielen national und international durchgeführten Behandlungsstudien gewonnen werden konnten. Außerdem gibt es heute bereits zahlreiche Erkenntnisse über Steuerungsprozesse im Zellstoffwechsel der Tumorzellen, auf denen neue, vielversprechende, zum Teil noch experimentelle Therapieansätze basieren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist immer die möglichst vollständige und die Funktion des betroffenen Hirngebietes schonende bzw. erhaltende Operation.

OPKIZ: das Operative Kinderzentrum der Universitätsklinik Göttingen

OPKIZ: das Operative Kinderzentrum

der Universitätsklinik Göttingen

Einführung

Der Schwerpunkt Kinderneurochirurgie bildet zusammen mit den Schwerpunkten Kinderorthopädie und Kinderchirurgie/Kinderurologie das Operative Kinderzentrum OPKiZ, welches Kinder und Jugendliche mit komplexen Erkrankungen aus ganz Deutschland und dem Ausland interdisziplinär versorgt.

Der Schwerpunkt und das OPKiZ konnten im Oktober 2017 auf ein 5-jähriges Bestehen zurückblicken. Über das Jubiläum berichtet die Presserklärung vom 13.11.2017:


5 Jahre Operatives Kinderzentrum der UMG:
Von der Basis bis High-Tech

Im Rahmen des Kinderärztlichen Nachmittags der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Mittwoch, dem 15. November 2017, begeht die UMG das 5-jährige Jubiläum seit der Gründung im Jahr 2012. Das Operative Kinderzentrum, kurz OPKiZ, lädt aus diesem Grund zusammen mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zu einer Veranstaltung ein. 5 Jahre ist es bereits her, dass das Operative Kinderzentrum (OPKiZ) als Zusammenschluss der Kinderneurochirurgie, der Kinderorthopädie und der Kinderchirurgie und -Urologie in Kooperation mit den pädiatrischen Kliniken und weiteren operativen Kinderdisziplinen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gegründet wurde.

Viel wurde in den vergangenen Jahren erreicht! Das OPKiZ hat sich als überregional sichtbarer „Leuchtturm“ der UMG etabliert. Kinder mit komplexen Erkrankungen kommen aus ganz Deutschland und dem Ausland zu uns und werden interdisziplinär auf höchstem Niveau versorgt.

Bei unserem 5-Jahres-Jubiläum möchten wir Sie einladen, mit uns Meilensteine der operativen Kindermedizin zu erleben, Besonderheiten bei der operativen Versorgung von Kindern zu erfahren und die modernsten Verfahren vorgestellt zu bekommen.

Durch das OPKiZ wurden seit Beginn im Herbst 2012 über 6000 Kinder operativ versorgt. Göttingen hatte dabei in den 30 Jahren zuvor immer eine große Rolle in der deutschen Kinderneurochirurgie und Kinderchirurgie innegehabt. 1964 wurde in Göttingen durch den damaligen Neurochirurgen und Dekan Prof. Bushe zusammen mit Prof. Joppich (Pädiatrie) und Prof. Rehbein (Kinderchirurg) die erste wissenschaftliche Zeitschrift (Zeitschrift für Kinderchirurgie) auf diesem Gebiet sowie kurze Zeit später zusammen mit dem Göttinger Neuroanatomen Prof. Glees ein Standardwerk („Chirurgie des Gehirns im Kindesalter“) initiiert und publiziert. Von Göttingen aus wurden damals bereits die interdisziplinären Wurzeln der kinderchirurgischen Spezialisierung in Deutschland auf den Weg gebracht. Heute stellt das OPKiZ mit den Schwerpunkten Kinderorthopädie (Prof. Anna Hell), Kinderchirurgie-Urologie (Dr. Fritz Kahl) und Pädiatrische Neurochirurgie (Prof. Hans Christoph Ludwig), verwoben mit den jeweiligen Mutterabteilungen, die chirurgische Behandlung von Kindern in den Mittelpunkt. Die demographische Entwicklung bringt dabei mit sich, dass in der gesamten UMG die Zahl der operierten Kinder unter 18 Jahren gemessen an der Gesamtzahl der operierten Patienten nur einen Anteil von 2,7 % hat. Die OPKiZ Spezialisierung bringt mit sich, dass in den drei genannten Fächern durch das sehr große Einzugsgebiet ein Anteil zwischen 6 und 11 % erreicht wurde.

Die Zukunft der UMG mit der jetzt geplanten baulichen Erweiterung wird eine weitere Ausweitung dieser Zahlen durch die Einrichtung eines Eltern-Kind Zentrums noch verstärken.